
Die Hysteroskopie ist ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren, das verwendet wird, um die Innenseite der Gebärmutter zu untersuchen und bestimmte Behandlungen durchzuführen. Bei diesem Verfahren wird ein dünnes, beleuchtetes optisches Gerät, das als Hysteroskop bezeichnet wird, durch die Vagina und den Gebärmutterhals eingeführt, um die Gebärmutter zu erreichen. Mit Hilfe des Hysteroskops können die inneren Gewebe der Gebärmutter direkt beobachtet werden, sodass Verfahren wie Biopsien, die Entfernung von Polypen oder Myomen und das Öffnen von Verwachsungen durchgeführt werden können.
Es handelt sich um ein relativ schnelles Verfahren. Eine diagnostische Hysteroskopie dauert etwa 10 Minuten, während eine operative Hysteroskopie etwa 30 Minuten in Anspruch nimmt.
Der Zeitpunkt ist bei einer Hysteroskopie entscheidend. Sie sollte idealerweise innerhalb von 3 bis 4 Tagen nach dem Ende der Menstruation geplant werden. Die Gründe dafür sind:
Nach dem Eingriff können die Patientinnen sofort Aktivitäten wie Duschen, Sport und Arbeit wieder aufnehmen. Geschlechtsverkehr sollte jedoch 10 Tage lang vermieden werden, um eine Infektion zu verhindern.
Einige öffentliche Krankenhäuser, insbesondere Lehr- und Forschungskrankenhäuser, verfügen möglicherweise über die notwendige Ausstattung für eine Hysteroskopie, aber die Verfügbarkeit kann variieren.
Die Hysteroskopie beinhaltet das Betreten der Gebärmutter mit einem speziellen Kamerasystem, um abnormale Gewebe direkt zu visualisieren und chirurgisch zu entfernen. HSG hingegen beinhaltet das Injizieren eines Kontrastmittels in die Gebärmutter und das Durchführen einer Röntgenaufnahme, um Füllungsdefekte aufgrund von Polypen, Verwachsungen, Septen oder Myomen zu erkennen. Während HSG ein diagnostischer Test ist, wird die Hysteroskopie sowohl für die Diagnose als auch für die Behandlung verwendet.
Wie bei jeder chirurgischen Prozedur gibt es Risiken. Wenn das Verfahren jedoch richtig geplant und durchgeführt wird, werden die Verletzungsrisiken minimiert. Eine Gebärmutterruptur ist ein potenzielles Risiko während der Hysteroskopie, aber mit sorgfältiger präoperativer Untersuchung und richtiger Technik wird das Risiko verringert.
Die häufigste Anwendung der Hysteroskopie ist bei IVF-Patientinnen, um die Gebärmutter auf die Embryonenimplantation vorzubereiten. Bei Anomalien der Gebärmutter wie Septen, Polypen oder Verwachsungen kann eine hysteroskopische Chirurgie Hindernisse beseitigen, die eine Embryonenentwicklung verhindern könnten. Wenn der Embryo gesund ist und die Gebärmutter richtig vorbereitet ist, steigen die Chancen auf einen IVF-Erfolg.
Ein zweiter Einsatz erfolgt bei Patientinnen mit wiederholten IVF-Fehlversuchen, bei denen kleine Einschnitte in die Gebärmutterhöhle gemacht werden, um die Embryonenhaftung zu fördern. In dieser Hinsicht spielt die Hysteroskopie eine wichtige Rolle in IVF-Behandlungen.
Die erste Periode nach einer Hysteroskopie tritt in der Regel pünktlich auf. Die Menge und Dauer der Blutung kann jedoch variieren. Wenn das Verfahren zur Behandlung von Polypen oder Myomen durchgeführt wurde, wird die Blutung normalerweise verringert und kehrt zur Normalität zurück.
Wenn das Verfahren zur Entfernung einer Masse wie eines Polypen durchgeführt wurde, kann die Blutung kürzer sein. Bei Fällen, die Verwachsungen betreffen, kann die Blutung bis zu 10 Tage dauern. Für IVF-Patientinnen, bei denen kleine Einschnitte in die Gebärmutterhöhle gemacht wurden, dauert die Blutung in der Regel 2 bis 3 Tage.